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Das Gleichstellungsbarometer

Gerade habe ich etwas wirklich schönes entdeckt: Das Gleichstellungsbarometer der abz*austria, finanziert von respekt.net. Das Barometer stellt die gefühlte „Wetterlage“ der Geschlechtergleichheit in Österreich dar – also in welchem Grad Frauen und Männer im Berufsalltag eine Gleichberechtigung empfinden oder eben nicht. Interessante Zahlen kommen zusammen, aus denen dieStandard.at schließt: Männer sehen Gleichheit, wo für Frauen keine ist.

Das Nachteile in der Arbeitswelt für Frauen existieren, darüber müssen wir jetzt nicht unbedingt auch noch streiten… Aber interessant ist, wie diese empfunden und wahrgenommen werden:

Während die Verdienstchancen oder Arbeitsbedingungen am eigenen Arbeitsplatz von 87 Prozent der Männer als gerecht eingestuft werden, sehen hier nur 51 Prozent der Frauen Gleichheit. Ähnlich ist es bei der Frage nach Vereinbarkeitsmöglichkeiten für Beruf, Familie und Privatleben, die nur 43 Prozent der Frauen für beide Geschlechter gleichermaßen gegeben sehen. Ganz anders bei Männern: Bei dieser Frage glauben 87 Prozent der Männer, dass für alle die Vereinbarkeitsmöglichkeiten gegeben sind. […]

33 Prozent der Frauen sehen in der Arbeitswelt von gewerkschaftlicher und auch politischer Seite eine gerechte Vertretung für Männer und Frauen, für 68 Prozent der Männer ist hingegen diesbezüglich alles im grünen Bereich. „Außerdem fühlen sich Frauen eher als Männer durch tradierte Geschlechtsrollenzuschreibungen in ihrem Alltag eingeschränkt“, fasst Endl den aktuellen Bewertungs-Staus ins Sachen diskriminierende Stereotypen zusammen.

Die Frage die sich mir weiterhin stellt, ist warum dies so unterschiedlich wahrgenommen wird. Haben Männer ein Problem damit Teil eines diskriminierenden Systems zu sein und verneinen dadurch alles? Haben sie Angst Macht abgeben zu müssen, Bequemlichkeiten und Privilegien aufgeben zu müssen, die sie schon immer hatten? Nach so vielen Jahren Diskussion kann es zumindest nicht sein, dass noch keinem die Benachteiligungen aufgefallen sind.

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Written by zeitweilig

17. Juni 2011 at 16:16

Stand der Dinge

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Die letzten Tage waren wieder einmal gut gefüllt mit viel Arbeit, aber auch angenehmen Dingen wie einem Geburtstag und einem Ausflug ins Grüne. Nicht zuletzt auch durch die Person, welche mir am wichtigsten ist und die mein Leben so unglaublich bereichert.

Leider sieht es in den kommenden zwei Wochen damit nicht besser aus. Wichtige Aufgaben harren ihrer Vollendung und müssen zudem zu unveränderbaren Fristen fertig werden. Morgen vormittags wird bereits ein Ausblick zusammen mit anderen Gruppen präsentiert, um einen ersten Eindruck der Lage zu gewinnen und sich dann erst recht in die Arbeit zu stürzen. Eine kleine Studie über Diskriminierung im medialen Raum soll es werden, erstmals zwar gut betreut, aber doch in Eigenregie. Leider auch etwas, das viel Zeit kosten wird.

Dementsprechend hatte ich schon kurzzeitig das Gefühl, dass mein erneuter Blogversuch nach hinten los gehen könnte. Es kostet einfach viel mehr Zeit richtige Artikel zu verfassen, als einfach nur interessanten Kram zu verlinken und so viel wie möglich hintereinander zu publizieren (aber wem erzähle ich das eigentlich?)… Von der Moderation der Kommentare mal ganz abgesehen. Ich hatte mir anfangs vorgenommen, jeden Tag wenigstens einen Beitrag zu publizieren. Inzwischen sehe ich es eher so, dass ich meine Erwartungen und Ansprüche herunterfahren muss. Gerade in Phasen in denen viel Arbeit vor mir liegt, komme ich nicht dazu, mich in Ruhe einmal hinzusetzen und meine Gedanken zu Papier zu bringen.

Zur Zeit sieht es also so aus: Erst einmal alle zwei Tage publizieren und dann mal sehen, wie es funktioniert. Zudem kommen demnächst möglicherweise Gastbeiträge zu feministischen Themen, darüber muss allerdings noch einmal verhandelt werden. Für den Blog wäre es auf alle Fälle eine große Bereicherung.

Und nun erstmal zurück an die Arbeit… Protokolle schreiben und für morgen noch einmal alles durchgehen. Wünscht mir Glück!

Written by zeitweilig

15. Mai 2011 at 17:38

Veröffentlicht in Allgemein

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