zeitweilig

Ein Blog ohne Sinn und Verstand

Emanzipation ≠ Feminismus

Aufgrund eines Artikels ist mir nochmal etwas bewusst geworden, worüber ich schon früher oft diskutiert habe. Juliane Waack schrieb in ihrem Blog einen Artikel über die Unterscheidung von Emanzipation und Feminismus. Als Einleitung dazu schrieb sie:

Als Emanze wird man ja gerne mal bezeichnet, wenn man feministische Reden schwingt. Das darf auch weiter getan werden, aber synonym sollte man die Wörter nicht verwenden, denn Emanzipation und Feminismus sind nun wirklich nicht dasselbe.

„Emanze“ ist vom genus her schon weiblich und schnell schließt man daher auch nur auf Frauen. Es wird vorrangig dazu benutzt Frauen, die eine feministische Grundhaltung haben abzuwerten. Ich möchte gar nicht so sehr auf die Begrifflichkeiten eingehen, sondern auf ein anderes Phänomen hinweisen, dass mir immer wieder auffällt:

Sobald eine Frau also eine Position einnimmt, die sich für Gleichberechtigung ausspricht und darauf hinweist, dass Frauen in der Gesellschaft die Benachteiligten sind, wird fast augenblicklich eine Diskussion losgetreten, dass dies sooo unbedingt nicht richtig sei. Dass Männer ebenfalls benachteiligt wären, dass Frauen doch alles tun können was sie wollen und wir längst Gleichberechtigt seien usw. Etwas was man auch auf sämtlichen feministischen Blogs in den Kommentaren immer und immer wieder findet.

Spricht sich jedoch ein Mann für diese Gleichberechtigung aus und weist auf Benachteiligungen hin, so wird erstaunlicherweise darauf eingegangen und interessiert gelauscht. Eine Diskussion mit anschließender wenigstens teilweiser Einsicht wird viel öfter am Ende der Auseinandersetzung mit diesem Thema erreicht.

Woran liegt das? – Ich vermute es liegt an genau den Stereotypen, die auch eine Benachteiligung für Frauen im allgemeinen darstellen. Auch wenn es die meisten nicht zugeben würden, zählt auch hier, dass dem Wort von Männern mehr Vertrauen geschenkt wird. Erzählt eine Frau vom Feminismus, ist dies eben nur Emanzen-Gelaber… Unwichtig, überzogen, selbstsüchtig, weil sie sich für ihr Geschlecht einsetzt – sofort wird eine Gegenposition eingenommen. Erzählt dies hingegen ein Mann, so setzt er sich augenscheinlich uneigennützig für andere ein, zeigt dadurch sein reflektiertes Selbstbild, dass er Teil der Dominanz ist und dass er bereit ist Kompromisse einzugehen. Ihm wird schlichtweg mehr Glauben geschenkt.

Dies ist besonders drastisch, wenn es darum geht, dass sich Frauen über sexistisches Verhalten ihnen gegenüber empören. Spricht jedoch ein Mann in der Position eines Beobachters dazu, so fangen die anderen meist erst an, darüber nachzudenken.

Eigentlich traurig, dass die meisten so unreflektiert bei der Konfrontierung mit diesem Thema herangehen.

„It can’t be anymore obvious that we live in a patriarchal society if ‚feminist‘ is a bad word“ – Ellen Page

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Written by zeitweilig

24. Mai 2011 um 20:35

15 Antworten

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  1. „… weil sie sich für ihr Geschlecht einsetzt – sofort wird eine Gegenposition eingenommen.“ Dies ist nicht richtig. Vielmehr gibt es mehr als genug Männer die sofort in das gleiche Horn stoßen.
    „Dies ist besonders drastisch, wenn es darum geht, dass sich Frauen über sexistisches Verhalten ihnen gegenüber empören.“ Es ist besonders traurig das viele Männer gar nicht merken, wie sexistisch sich Frauen ihnen gegnüber Verhalten.
    „Dass Männer ebenfalls benachteiligt wären, …“ Das ist ein Punkt, worüber ich mir einmal Gedanken machen würde. Und nicht nur das, im Web findet man genug Informationen, die alle Seiten beleuchten.
    Traurig, wir haben immer mehr Informationen zur Verfügung, und wissen immer weniger.

    AK-sieben

    24. Mai 2011 at 21:50

    • Hallo AK,

      heißt in das gleiche Horn stoßen, dass sie sie unterstützen? Oder willst du damit sagen, dass sich Männer dann für ihr eigenes Geschlecht einsetzen? – Dann wäre es nämlich sehr wohl eine Gegenposition…!? Verstehe dich da nicht so ganz… Auch nicht was dein super-ironischer Kommentar zum zweiten zitierten Teilsatz soll… Nunja.
      Ich sehe nicht, dass ich dem widersprochen oder dem zugestimmt hätte, dass Männer benachteiligt werden oder aber auch nicht… Ich sagte lediglich, dass diese Äußerung Teil einer oftmals von mir beobachteten Reaktion darauf ist. …Ich bin vielmehr davon überzeugt, dass auch Männer mit angelernten Rollenbildern Probleme haben und diesen entwachsen müssen. ;)

      Versuch doch mal selber drauf zu achten in Gesprächen, wenn du denn solche führst. Männern wird im allgemeinen mehr Beachtung geschenkt… Ebenso wie der Redeanteil von Männern in gemischten Gruppen sehr viel höher liegt, als der von Frauen. Dominanzverhalten eben.

      Einen schönen Abend wünsche ich dir.

      zeitweilig

      24. Mai 2011 at 22:02

  2. Ja, stimmt. Du hast völlig recht, es ist wirklich erstaunlich, wie unreflektiert viele Menschen mit diesem Thema umgehen. Dein Text ist ein ideales Beispiel dafür. Ein schönes Gedankenspiel dazu ist es, in so einem Text Mann und Frau zu vertauschen, dann sieht man sehr deutlich, wie voreingenommen er ist:

    „Sobald ein Mann also eine Position einnimmt, die sich für Gleichberechtigung ausspricht und darauf hinweist, dass Männer in der Gesellschaft die Benachteiligten sind, wird fast augenblicklich eine Diskussion losgetreten, dass dies sooo unbedingt nicht richtig sei. Dass Frauen ebenfalls benachteiligt wären, dass Männer doch alles tun können was sie wollen und wir längst Gleichberechtigt seien usw. Etwas was man auch auf sämtlichen maskulistischen Blogs in den Kommentaren immer und immer wieder findet.

    Spricht sich jedoch eine Frau für diese Gleichberechtigung aus und weist auf Benachteiligungen hin, so wird erstaunlicherweise darauf eingegangen und interessiert gelauscht. Eine Diskussion mit anschließender wenigstens teilweiser Einsicht wird viel öfter am Ende der Auseinandersetzung mit diesem Thema erreicht.

    Woran liegt das? – Ich vermute es liegt an genau den Stereotypen, die auch eine Benachteiligung für Männer im allgemeinen darstellen. Auch wenn es die meisten nicht zugeben würden, zählt auch hier, dass dem Wort von Frauen mehr Vertrauen geschenkt wird. Erzählt ein Mann vom Maskulismus, ist dies eben nur Chauvinisten-Gelaber… Unwichtig, überzogen, selbstsüchtig, weil er sich für sein Geschlecht einsetzt – sofort wird eine Gegenposition eingenommen. Erzählt dies hingegen eine Frau, so setzt sie sich augenscheinlich uneigennützig für andere ein, zeigt dadurch ihr reflektiertes Selbstbild, dass sie Teil der Dominanz ist und dass sie bereit ist Kompromisse einzugehen. Ihr wird schlichtweg mehr Glauben geschenkt.

    Dies ist besonders drastisch, wenn es darum geht, dass sich Männer über sexistisches Verhalten ihnen gegenüber empören. Spricht jedoch eine Frau in der Position eines Beobachters dazu, so fangen die anderen meist erst an, darüber nachzudenken.“

    Man sieht also: Deine Schlussfolgerung von den „Stereotypen“ ist sicher nicht ganz richtig, denn sie sind offensichtlich umkehrbar.
    Meiner Ansicht nach greifen hier zwei ganz andere Faktoren:

    1. Wenn man sich für sich selbst und die eigene Gruppe einsetzt, liegt die Unterstellung von Eigennutz nun mal nahe (auch wenn so eine Unterstellung natürlich nicht immer zutreffen muß).

    2. Wenn ich Forderungen stelle, und diese aggressiv äußere, trete ich damit anderen Leuten auf die Füße, und jeder gesunde Mensch, der angegriffen wird, wird sich auch verteidigen. Wenn man dagegen versöhnlich auf die Anderen zugeht, ist es leichter, einen Kompromiß zu finden. Das ist ganz normales Konfliktverhalten. Das ist weder männlich noch weiblich, das ist schlicht menschlich.

    Das ist auch die große Krux an dieser Thematik: Viele Feministen und Maskulisten sind zu schrill, sind zu aggressiv als daß ihre Forderungen kompromißtauglich wären. Aber es ist ja auch eine hohe Kunst, andere Menschen so zu kritisieren, daß sie die Kritik auch annehmen. Viel zu oft wird man bei dem Versuch emotional und angreifend, was die schon erwähnte Verteidigungsreaktion quasi erzwingt, welche man ja eigentlich vermeiden wollte.

    Und noch zur Glaubwürdigkeit von Mann und Frau: Ich finde, das ist auch keine Eigenschaft die mit Dominanz zusammenhängt. Das hängt mit Kompetenz zusammen. Ich habe zwei Kolleginnen, von denen eine extrem selbstbewusst und extrovertiert ist, allerdings mit ihrem seichten Halbwissen oft auf Grund läuft. Die andere ist zwar relativ schüchtern und still, dafür kann ihr auf ihrem Gebiet niemand das Wasser reichen. Kaum erwähnenswert, wer von den beiden regelmäßig um Rat und Hilfe gefragt wird…

    Kritik

    26. Mai 2011 at 14:13

    • Entschuldige, dass ich erst jetzt dazu komme.

      Man sieht also: Deine Schlussfolgerung von den „Stereotypen“ ist sicher nicht ganz richtig, denn sie sind offensichtlich umkehrbar.

      Du hast recht, dass ich mit dem Text selbst eine sehr einseitige, weil persönliche Sicht dargestellt habe. Das was ich beschrieb, ist meine eigene Wahrnehmung – und das hatte ich meines Erachtens auch deutlich gekennzeichnet. Trotzdem ist deine Umkehrung auch mit Abstand betrachtet in meinen Augen nicht ganz richtig. Kernaussagen, wie die, dass in heterogenen Gruppen Männern ein höherer Redeanteil zufällt kannst du nicht einfach umkehren – das ist vielfach erforscht worden. Google nur einmal nach „Redeanteil von Männern“ o.ä. dann findest du was ich meine. Auch das Argumente die Männer vorbringen in Gruppen öfters mehr berücksichtigt werden als die von Frauen ist ein Phänomen, dass ich mehrfach beobachten konnte und auch schon drüber gelesen habe. Und genau darum geht es.

      Deinen beiden Thesen stimme ich soweit zu – natürlich handelt es sich um „normales“ Konfliktverhalten… Was aber wenig daran ändert das in unser patriarchalischen Gesellschaft die Dominanz keinen Halt vor der Sprache macht. Kompetenz ist vielleicht ein Faktor der zu berücksichtigen ist und ich finde es gut, dass du diesen mit einbringst. Das Beispiel, welches du jedoch darstellst, bringt uns nicht wirklich in dieser Diskussion weiter. Es geht nicht darum, dass eine deiner beiden Kolleginnen selbstbewusster ist und die andere deiner Wahrnehmung nach kompetenter. Es geht um die Dominanz von Männern in heterogenen Gruppen. Da bist du irgendwie am Thema vorbei gerutscht.

      zeitweilig

      30. Mai 2011 at 12:42

      • Guter Hinweis, mal danach zu googlen. Erst war ich von den Suchergebnissen etwas enttäuscht, weil da fast nur Meinungen und verallgemeinerte Behauptungen wiedergekäut werden, ohne Hinweis auf empirische Untersuchungen. Aber ich hab dann doch noch wissenschaftliche Literatur zu dem Thema gefunden:

        http://books.google.de/books?id=SUBxBZYh8pkC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

        Leider ist das nicht ganz komplett einzusehen, und in der Unibibliothek in meiner Nähe ist das trotz Genderforschung nicht zu haben… Ich hab einige Zitate daraus entnommen (und teilweise kurz zusammengefasst), die ich interessant fand:

        „Sie [die Männer] gebrauchen die verschiedensten Durchsetzungsstrategien (z.B. dominante Eingriffe, unilaterale Themenfestlegungen) und riskieren eher die Konfrontation mit dem Gegenüber (z.B. durch provokative Fragen). So erwecken sie immer wieder den Eindruck, eher gegeneinander als miteinander zu agieren, wobei das „Gegeneinander“ nicht immer einen wirklich ernsthaft konfrontativen Charakter besitzt. Vielmehr scheint es so, als würden Männer im Umgang miteinander eine kompetitive Form der Auseinandersetzung „normal“ finden und auch mögen. Dafür spricht jedenfalls, dass die Gesprächsatmosphäre insgesamt nicht gespannt wirkte und dass die Beteiligten auch immer wieder miteinander lachten. […] Die konversationellen Bedürfnisse von Männern unterscheiden sich demnach deutlich von denjenigen, die Frauen in Gesprächen mit Angehörigen des eigenen Geschlechts verfolgen.

        Dabei bleibt stets zu berücksichtigen, dass die hier vorgenommenen Kennzeichnungen der weiblichen bzw. männlichen Sprechweisen in den gleichgeschlechtlichen Disskussionsgesprächen auf dem direkten Vergleich der Sprechweisen der Geschlechter gründen. Die Beschreibungen sind also relativ und nicht absolut, woraus folgt, dass eine Bezeichnung der männlichen Sprechweise als grundsätzlich „dominant“ bzw. der weiblichen Verhaltensweisen als durchgängig „kooperativ“ abzulehnen ist.

        S.298ff:

        – 50% des Verhaltens geschlechtsneutral (egal, ob man grade mit einem Mann oder einer Frau redet.)

        – wenn Männer im Gespräch jemanden unterbrechen, dann eher Frauen als Männer

        – wenn Frauen im Gespräch jemanden unterbrechen, dann eher Männer als Frauen

        – Männer und Frauen sind gleich stark kooperativ und aufgaben- und sachorientiert

        – Männer und Frauen bekräftigen ihre Redebeiträge gleich oft gegenseitig

        … macht die Durchsicht der Forschungsliteratur deutlich, dass es auch weiterhin an empirisch fundierten […] und methodisch überzeugenden Arbeiten zur Untersuchung des Gesprächsverhaltens der Geschlechter fehlt.

        11.2 Vom Mythos des hierarchiefreien weiblichen Diskurses

        Eine Reihe von Untersuchungen kam in der Vergangenheit zu dem Ergebnis, dass Frauen in Gesprächen (mit anderen Frauen) weniger selbstzensiert und machtorientiert erschienen als Männer umgekehrt […] Es wird suggeriert, dass Frauen in Gesprächen unter sich eine Atmosphäre gegenseitiger Akzeptanz herstellen, Hierarchien abbauen und unberührt von jeglicher Machtausübung ihre Erfahrungen austauschen […] ein Bild, das nicht der Wirklichkeit entspricht.“

        Kritik

        31. Mai 2011 at 20:34

        • Dann zitiere ich mal aus dem Buch das du vorgeschlagen hast:

          […] oder sind Gespräche zwischen den Geschlechtern durch Ungleichheit und sprachliche Machtausübung durch Männer gekennzeichnet? Sowohl die Gesamtergebnisse der Fragebogenauswertung als auch verschiedene Arbeiten zu geschlechtsspezifischem Sprachverhalten legen letzteres nahe; danach sind es Männer die gemischtgeschlechtliche Interaktionen dominieren und sprachlich Macht ausüben. (S. 77f)

          Ich glaube, du stürzt dich zu sehr auf allgemeine Kommunikationsstrategien und Verhalten. Es geht aber eben nicht um Kommunikation unter Männern und unter Frauen, sondern um gemischtgeschlechtliche=heterogene Gruppen in Streitgesprächen, wie ich ja auch schon deutlich machte.

          Vielen Dank für das raus suchen des Buches. Es scheint tatsächlich, gerade aufgrund der empirisch erhobenen Daten, nicht uninteressant zu sein. Vielleicht finde ich es in irgendeiner Bibliothek…
          Ich wünsche dir einen schönen Abend. :)

          zeitweilig

          31. Mai 2011 at 21:22

  3. S77? Komisch, darauf kann ich gar nicht zugreifen. Hab ich da was falsch gemacht?

    Kritik

    31. Mai 2011 at 21:39

    • Hier der direct-link: http://books.google.de/books?id=SUBxBZYh8pkC&lpg=PP1&pg=PA77#v=onepage&q&f=false
      Ganz unten fängt der Teilsatz an.

      zeitweilig

      31. Mai 2011 at 21:51

      • Äh, das ist doch exakt der link, den ich auch angegeben hatte. Bei mir steht da nur „Die Seiten 50 bis 140 werden in dieser Vorschau nicht angezeigt.“ Ganz unten, als letzte Seite wird bei mir der Klappentext angezeigt.
        Rufst du das aus einem Universitätsnetz raus ab, so daß du über irgendwelche Bibliotheksrechte den gesamten Text anzeigen kannst? Oder bin ich einfach nur zu blöd, um S.77 zu finden?

        Kritik

        31. Mai 2011 at 22:57

        • Der Link ist nicht genau der gleiche: Deiner verweist auf die Frontpage (printsec=frontcover), meiner auf Seite 77 (pg=PA77). Warum du diese nicht abrufen kannst ist mir allerdings ein Rätsel. Ich mach das von Zuhause aus und es funktioniert einfach. Ich habe zwischendrin einige Seiten die fehlen, allerdings keine so große Lücke von Seite 50-140, wie du scheinbar. Da kann ich dir schlecht weiterhelfen vermute ich – versuche es über einen anderen Netzzugang oder leere deinen Cache bzw. lösche deine Cookies. Ich persönlich nutze sonst das Firefox-Plugin Optimize-Google, speichere keine Cookies, etc. – Vielleicht liegt es daran.

          zeitweilig

          31. Mai 2011 at 23:18

  4. Stimmt, es ist ein anderer link. Ist mir nur nicht aufgefallen, weil bei beiden das gleiche angezeigt wurde. Nach cache und cookies löschen komme ich zumindest ein Stück weiter: „Sie haben entweder eine Seite erreicht, die nicht angezeigt werden kann, oder die Anzeigebeschränkung für dieses Buch erreicht.“
    Na gut, lassen wir das. So wichtig wars auch wieder nicht…

    Kritik

    1. Juni 2011 at 07:27

  5. Oh, scrollen hilft. ^^ Die Seite davor und danach wird angezeigt. Insbesonders die Seite 78 solltest du dir mal durchlesen, und danach das Fazit der Arbeit. Das, was du zitiert hast, ist nämlich nicht die Aussage dieses Buches. Das ist die Aussage der Frau Trömmel-Plötz, die hier zitiert wird, und im Rest des Buchs wird dieser These widersprochen.

    Kritik

    1. Juni 2011 at 07:30

    • Hm.. Immer noch seltsam, aber immerhin.
      Nun wie auch immer, hast du dich leider getäuscht oder etwas durcheinander gebracht. Das was ich zitiert habe IST das Fazit des Abschnitts 4.3, der Auswertung eines quantitativen Fragebogens zu sprachbezogenen Geschlechterstereotypen.

      Der Aussage von Frau Trömmel-Plötz wird im Fazit des Buches hingegen bei Punkt 11.2 zwar widersprochen, aber es wird ausdrücklich gesagt, dass es um ihre These von „Idealgesprächen“ unter Frauen geht, weil auch in homogenen Gruppen ein Machtgefälle entstehen kann.

      Wie schon mehrfach jetzt von mir deutlich gemacht geht es jedoch um heterogene Gruppen. Also sieh dir die Textstelle die ich zuvor rausgesucht habe, ruhig nochmal an.

      Hm war es das dann irgendwie jetzt? Überzeugt durch wissenschaftliche Befunde? ;)

      zeitweilig

      1. Juni 2011 at 09:54

      • Die hochgestellte 17 ist dir aber schon aufgefallen?

        Kritik

        2. Juni 2011 at 09:28

        • […] oder sind Gespräche zwischen den Geschlechtern durch Ungleichheit und sprachliche Machtausübung durch Männer gekennzeichnet? Sowohl die Gesamtergebnisse der Fragebogenauswertung als auch verschiedene Arbeiten zu geschlechtsspezifischem Sprachverhalten legen letzteres nahe [17]; danach sind es Männer die gemischtgeschlechtliche Interaktionen dominieren und sprachlich Macht ausüben. (S. 77f)

          [17]Siehe exemplarisch Trömel-Plötz 1984, Zimmermann/West 1985. Zur Übersicht über die Vielzahl englischer Studien, in denen eine Kommunikative Benachteiligung nachgewiesen wurde, vgl Crawford 1995; Günthner 1997.

          Wie du siehst ist sie mir aufgefallen.

          Was davon nun gegen die Ergebnisse spricht, die ich gerade immer wieder betone weiß ich allerdings nicht. Es wird auf die Literatur verwiesen in der diese Ergebnisse zustande kamen. Und falls du meinst, dass in der Schlussbetrachtung (Kapitel 11) sich gegen Frau Trömel-Plötz ausgesprochen wird, möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass sie dies nur gegen die These des „Idealgesprächs“ unter Frauen tun = Unter Frauen gibt es keine Hierarchie in den Gruppen, alles immer super etc. …das ist der Mythos der zerschlagen wurde und aus welchem Kapitel du auch mitunter beim ersten Mal zitiert hast. Es ging aber, wie schon so oft betont um heterogene Gruppen in denen ein Machtgefälle zwischen den Geschlechtern vorhanden ist.
          Das rüttelt allerdings keineswegs an den quantitativ erhobenen Daten.

          Oder habe ich da jetzt etwas übersehen? – Ich meine nicht.

          Ich brauch jetzt erstmal Kaffee.. Schönen Feiertag wünsche ich dir.

          zeitweilig

          2. Juni 2011 at 10:40


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